Remarketing

Wie bekommt man Webseitenbesucher, die keinen vertrieblichen Abschluss getätigt haben, wieder zurück? – ganz klar, durch Remarketing! Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind: im folgenden Blogeintrag, bringen wir euch die Grundlagen des Remarketing näher, was dazu gehört und was man beachten sollte.

Es ist eigentlich sehr einfach: ein Besucher kommt auf eine Homepage, die in irgendeiner Form ein Produkt anbietet. Die Webseite möchte dieses Produkt verkaufen, jedoch fehlen dem potenziellen Kunden noch die letzten Anreize oder gar etwas Bedenkzeit. Also verlässt der Besucher die Webseite des Anbieters wieder und wie das eben so ist – im Dschungel des World Wide Web – vergisst er vielleicht den Produktkatalog der ursprünglichen Seite wieder. Und hier kommt das Remarketing bzw. Retargeting ins Spiel und holt den Besucher wieder dort ab, wo er gerade so unterwegs ist.

Diese Strategie ist übrigens nicht so neu, und hieß früher nur Retargeting. Jedoch wurde von Google durch seine Marktmacht nach seinem Einstieg in diese Branche auch der Begriff Remarketing geprägt und neu definiert. Das liegt vermutlich unter anderem an dem Google Display Netzwerk, kurz GDN, von Google Adwords. Denn dieses Partnernetzwerk umfasst mehrere Millionen Internetseiten, die Flächen auf Ihrer Webseite für Werbezwecke zur Verfügung stellen.

Funktionsweise von Remarketing

Aber wie genau funktioniert Remarketing nun? Durch einen Remarketing-Anbieter wird auf  jede der einzelnen Seite Ihrer Webseite ein Code, auch Remarketing-Tag genannt, eingesetzt. Dieser erlaubt, dass die Datenspur von Usern mit Hilfe von Cookies, also kompakte Datenbankeinträge auf dem Computer des Nutzers, gespeichert wird. Ein einfaches Beispiel:

Unsere Werkstudentin Sandra ist auf der Suche nach neuen Sneakers. Bei einem Onlineshop entdeckt sie ein schönes Paar, möchte jedoch erst einmal bei der Konkurrenz schauen, ob diese vielleicht schönere Schuhe für sie haben. Sie verlässt den Onlineshop wieder. Dieser hat jedoch Sandras Suche nach „weiße Sneakers für Damen“ gespeichert und sich auch genau gemerkt, für welches Paar sich Sandra interessiert hat.

Die Cookie-ID des Nutzers wird also „getrackt“. Man kann genau einsehen, auf welchen Seiten oder Kategorien gestöbert wurde.

Sollte Sandra nun in einem Partnernetzwerk  der Seite ihre Suche fortsetzen, wird sie anhand der Cookies identifiziert und ihr wird ein Werbebanner, mit dem oben im Beispiel genannten Produkt, für das sie sich bereits interessiert hatte, eingeblendet. Hiermit soll Sandra wieder dazu animiert werden, auf die Webseite zurückzukehren, um selbiges zu kaufen.

Remarketing für sich nutzen

Wer jetzt Interesse daran entwickelt hat, Remarketing, beziehungsweise Retargeting, für sich zu nutzen, fragt sich natürlich wie. Hier kommen die Anbieter ins Spiel. Einer der bekanntesten ist wohl zweifellos Google AdWords. Aber es gibt auch einige andere, wie zum Beispiel Adroll oder Criteo. Die Auswahl der Anbieter sollte wohl überlegt sein und hat auch Einfluss auf den Erfolg ihrer Kampagnen. Welchen Anbieter man wählt, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Eine Agentur kann Euch dabei beraten und unterstützen.

Nachdem man sich für einen Remarketer entschieden hat, baut dieser den oben bereits erwähnten Code auf HTML-Basis ein, der jedem Besucher der Webseite einen Cookie beziehungsweise die Cookie-ID zuweist. Außerdem sorgt der vom Anbieter programmierte Remarketing-Tag dafür, dass jede Cookie-ID automatisch den richtigen Kampagnen zugewiesen wird, die man natürlich auch selbst verwalten kann.

Um das Remarketing noch mehr für sich zu nutzen, ist es wichtig, folgende Dinge zu beachten:

  1. Wenn der Nutzer das Produkt schließlich gekauft hat, muss das „alte“ Remarketing beendet werden. Hier könnte dann zum Beispiel eine neue Kampagne beim Nutzer greifen. Ein Beispiel: Sandra hat die weißen Sneakers gekauft. Nun könnte ihr mit Hilfe des Retargeting die passende Handtasche im selben Look angeboten werden!
  2. Hat der potenzielle Kunde das Produkt trotz des Remarketing und der Werbung nicht gekauft, sollte die Werbung dementsprechend angepasst werden, damit der Kunde nicht von der immer gleichen Werbeanzeige genervt wird. Kreativität ist hier gefragt!

Und für diejenigen, denen dieser Text zu lang war – wir haben hier noch ein kompaktes und informatives Video, das alles im Schnelldurchgang erklärt. Viel Spaß!

Quellen: